Rettungssanitäter GroßveranstaltungFoto: F. Weingardt / DRK

Sanitätsdienst - schnelle Hilfe bei Veranstaltungen

Ob Rockkonzert, Fußballspiel, Karnevalsumzug oder Straßenfest – wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele kleine und größere Notfälle. Ob ein Kind das Knie aufschürft, ein begeisterter Fan ohnmächtig wird oder einem Läufer beim Marathon die Luft ausgeht – der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes leistet schnelle Hilfe.

Die ehrenamtlichen Helfer des Sanitätsdienstes sorgen für die schnelle und kompetente Versorgung bei Verletzungen und Erkrankungen. Falls notwendig, koordinieren sie auch den Transport ins Krankenhaus. Die freiwilligen Helfer werden sorgfältig ausgebildet und werden für ihre Einsätze angemessen ausgerüstet.

Durch die regelmäßigen Einsätze sind die DRK-Sanitäter erfahren und einsatzerprobt. Kommt es zu einem Massenanfall von Verletzten, beispielsweise nach einer Explosion oder einem Zugunglück, unterstützt der Sanitätsdienst den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Die Sanitäter haben deshalb eine wichtige Funktion in der DRK-Katastrophenvorsorge.

Der Ortsverein Riesenbeck auf Sanitätsdiensten

Wir als Ortsverein sind auf vielen Veranstaltungen tätig und sichern diese sanitätsdienstlich ab. 

Zum Beispiel sind wir auf folgenden Veranstaltungen anzutreffen in und rund um Riesenbeck:

  • Karneval
  • Kirmes
  • Reittuniere auf der Surenburg bei Riesenbeck International
  • Blutspende
  • Riesenbecker Triathlon 
  • uvm

Was genau bedeutet Sanitätsdienst und wie wird man zum Sanitäter?

Sanitätsdienst wird vom lateinischen 'sanitas' ("Gesundheit") abgeleitet und umfasst die Erstversorgung von Verletzungen und Verwundeten und den fachgerechten Transport durch qualifiziertes Personal.

Die Aufgabenbereiche im Sanitätsdienst sind sehr vielfältig.

× Sanitätsdienste auf Veranstaltungen, die als eine geplante vorsorgliche Bereitstellung Dienen, wie zum Beispiel der Sanitätsdienst aktuell bei den Europameisterschaften im Springen auf der Surenburg

× Sanitätsdienst im Rahmen einer Gefahrenabwehr, zum Beispiel ein Massenanfall von Verletzten

× Sanitätsdienst bei überregionaler Großveranstaltungen, bei denen weitere Fachdienste im Einsatz sind zum Beispiel Beteuungsdienst, Wasserrettung, Rettungsdienst usw.

Ziel eines Sanitätsdienstes:

× fachgerechte Maßnahmen, ob medizinisch oder als Betreuung vor Ort zu gewährleisten.

Wie wird man nun ein Sanitäter?

Die Sanitätsausbildung ist die Grundausbildung. Einmal im Jahr findet die Ausbildung statt, ca. 60 Unterrichtseinheiten und anschließende praktische und theoretische Prüfung. Man erlernt zum Beispiel die  theoretischen Grundlagen der Anatomie, verschiedene Krankheitsanzeichen und Symptome, lernt in der Praxis mit Hilfe von Fallbeispielen wie man an eine Unfallssituation herangeht, sich einen ersten Eindruck vom Patienten macht, Vitalparameter erhebt (Blutdruck, Blutzucker, Atmung, Puls), Wunden verbindet, sowie dem Rettungsdienst zu unterstützen und vieles mehr. Wenn man die Ausbildung abgeschlossen hat, kann man sich weiter fortbilden und mehr Kenntnisse über Maßnahmen erlernen und dann auch durchführen.

So kommt nach der Sanitätsausbildung:

×Rettungshelfer

×Rettungssanitäter

Wie viele Helfer auf einem Sanitätsdienst in Bereitstellung sind, hängt immer von der Veranstalung und Gefahrenanalyse ab.

Bei größeren Sanitätsdiensten gibt es immer eine Einsatzleitung und/oder Abschnittsleitung, die alles koordiert und Ansprechpartner für die EVTs (Erstversorgungsteams) ist. In der Regel wird über Funk auf dem Dienst kommuniziert.

Bei Fragen zu Sanitätsdiensten oder bei Interesse, melden Sie sich gerne bei unserer Rotkreuzleitung.

Durchschnittlich jeder neunte Deutsche nimmt pro Jahr eine Leistung des Rettungsdienstes in Anspruch.